Bauen und Gestalten mit mineralischen Farben und Putzen
Wenn mineralische Farben und Putze heute im Trend sind, mag dies an der ästhetischen Besonderheit mineralischer Bauzeugnisse und handwerklicher Techniken liegen, vor allem aber auch an den seit jeher geschätzten bauphysikalischen Vorteilen mineralischer Oberflächen. Die Lehre der Bauphysik trägt substanziell dazu bei, Eigenschaften und Mehrwert dieser Materialien zu erkennen und zu verstehen – im Dunstfeld des MKB bedeutet das, sie wesenhaft zu be-greifen.
Mineralische Farben und Putze bestehen hauptsächlich aus natürlichen Rohstoffen wie Sand, Kalk, Ton und Mineralien. Diese Stoffe haben eine lange Tradition im Handwerk und in der Bauindustrie. Seit Jahrhunderten werden sie für ihre Robustheit und Ästhetik geschätzt. Ihr historisches Erbe gründet auf einer Fülle bauphysikalischer Vorteile, die heute auch mit modernsten Weiterentwicklungen in die Gegenwart und Zukunft getragen werden.
Dank ihrer porösen Struktur können mineralische Materialien Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben. Dies trägt zu einem ausgeglichenen und somit gesunden Raum- und Wohnklima bei. Eine auf mineralischem Weg natürlich gegebene Feuchteregulierung mindert das Risiko von Schimmelbildung, was besonders in feuchten oder klimatisch herausfordernden Regionen von entscheidender Bedeutung ist.
Ein weiterer Vorteil mineralischer Farben und Putze liegt in ihrer Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit. Im Vergleich zu synthetischen «Alternativen» zeigen sie eine kaum zu überbietende Beständigkeit gegenüber UV-Strahlung. Sie sind und bleiben absolut lichtecht. Als eigentliche Opferschichten reagieren mineralische Oberflächen auf Witterungseinflüsse wie auch mechanische Belastungen souverän – sie altern würdig. Die Farbintensität bleibt über Jahrzehnte erhalten. Die Oberflächen brauchen weniger Renovierungen beziehungsweise lassen sich auch nur punktuell auffrischen oder renovieren, was Zeit und Ressourcen schont.
Mineralische Farben und Putze bilden einen zentralen Grundstein des nachhaltigen Bauens. Aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, sind sie genuin umweltfreundlich, zirkulär und tragen zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks von Bauprojekten bei. Ihr verhältnismässig geringer Verbrauch an Primärenergie während der Herstellung und Verarbeitung sowie ihre legendäre Langlebigkeit macht sie zur nachhaltigen Wahl für umweltbewusste Bauherren und Architekten.
Im MKB kommen Architekten, Verarbeiter und Bauherren dem Wesen des Mineralischen auf die Spur. Sie begegnen der lebendigen Wirkkraft des bauphysikalisch und ästhetisch erhabenen Materials und erwecken es mit ihren je eigenen Impulsen erst recht zum Leben.